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Caritasverband für die Region Kempen-Viersen zieht Jahresbilanz 2010

Sehr gute Noten vom „Pflege-TÜV”

(26.05.2011) Es ist eine Bilanz der großen Hilfe: Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen zieht ein positives Fazit seiner Arbeit im vergangenen Jahr. Der Verband ist 2010 weiter gewachsen und beschäftigt inzwischen rund 560 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

RCV JB 2010-101. Vorsitzende Dr. Ingeborg Odenthal und Geschäftsführer Peter Babinetz stellten den Jahresbericht 2010 des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen vor.

Mit mehr als 30 Diensten und Einrichtungen spannt der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen ein Netz sozialer Hilfen, die es Menschen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen ermöglichen, ihren Alltag zu meistern, mit persönlichen Einschränkungen besser fertig zu werden, mehr Lebensqualität zu gewinnen oder ihr Umfeld aktiv mitzugestalten. Das Jahr 2010 war auch geprägt durch den Wechsel an der ehrenamtlichen Spitze des Verbandes: Dr. Ingeborg Odenthal folgte als 1. Vorsitzende dem inzwischen zum Ehrenvorsitzenden ernannten Felix Pieroth nach.

Rekordjahr für Caritas-Pflegestationen

Ein Rekordjahr verzeichneten die insgesamt sechs Caritas-Pflegestationen in der Region, die sich auf umfassende Leistungen rund um die häusliche Alten- und Krankenpflege spezialisiert haben. Sie steigerten die Zahl ihrer Kunden um mehr als ein Drittel auf fast 3.000. Gleichzeitig erbrachten sie mehr als 481.000 Leistungen (plus 7,4 %) – so viele wie noch nie in ihrer über 30-jährigen Geschichte. Fast die Hälfte aller Kunden war älter als 80 Jahre. Nach wie vor benötigten jedoch auch viele jüngere Menschen die Hilfe des Caritasverbandes: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pflegten 187 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie 385 Menschen im Alter von 19 bis 60 Jahren.

Begleiter im Leben und Sterben

Damit schwerkranke und sterbende Menschen ihre letzte Lebensphase in ihrer vertrauten Umgebung zu Hause verbringen können, hat der regionale Caritasverband vor zwei Jahren den Ambulanten Palliativpflegerischen Dienst (APD) gegründet. Die speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen sich als Begleiter im Leben und Sterben. Durch schmerzlindernde Maßnahmen und eine ganzheitliche Pflege kann sich der Sterbende bis zuletzt eine größtmögliche Lebensqualität erhalten. Der Dienst betreute im vergangenen Jahr 96 Menschen im gesamten Kreis Viersen, darunter viele unheilbar kranke jüngere Frauen und Männer.

Mit dem Tod eines Patienten ist weder für den Caritasverband noch für die Mitarbeiter die Beziehung zu den Angehörigen abgeschlossen. Seit November bietet der Caritasverband deshalb einmal im Monat ein „Trauercafé“ an. Damit wurde erstmals ein über den Tod hinausgehendes Nachsorgeangebot für trauernde Angehörige und Mitarbeiter geschaffen. Das Trauercafé ist aus dem Projekt „Würdige Sterbebegleitung“ des Verbandes hervorgegangen. Es findet monatlich in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus (MGH) in Viersen statt und wird von der systemischen Familientherapeutin Susanne Kiepke-Ziemes und MGH-Leiter Michael Dörmbach begleitet.

Ausgebaut hat der Caritasverband das Angebot des „Betreuten Wohnens“. Inzwischen sind Mitarbeiterinnen der Caritas an vier Standorten in Kempen und Viersen mit insgesamt 141 Wohnungen für die Bewohnerinnen und Bewohner da. Ab Juni baut der Verband an der Heierstraße ein Haus mit weiteren zwölf barrierefreien Service-Wohnungen. Die Nachfrage ist hoch.

Qualitätsmanagement zahlt sich aus

Sehr gut schnitten die drei stationären Pflegeeinrichtungen des Verbandes in Viersen, Süchteln und Schwalmtal-Waldniel bei den Qualitätsüberprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung ab, die erstmals als Transparenzberichte veröffentlicht wurden. Alle drei erhielten vom „Pflege-TÜV“ die Note „sehr gut“ (1,0 bzw. 1,1) und lagen damit deutlich besser als der Landesdurchschnitt. Ein Beleg dafür, dass sich das seit Jahren systematisch betriebene Qualitätsmanagement des Caritasverbandes auszahlt.

Fast zeitgleich mit dem einjährigen Bestehen war das Ende 2009 im neuen Haus der Caritas in Viersen eröffnete Paulus-Stift voll belegt. Inzwischen leben 89 Senioren in der Einrichtung. Neben der Nähe zum Stadtzentrum waren die Barrierefreiheit und die freundliche, helle Atmosphäre des Hauses wichtige Kriterien für Bewohner und Angehörige, sich für das Paulus-Stift zu entscheiden.

Wohn- und Dienstleistungszentrum für Dülken

Auch in Zukunft will der Caritasverband sein Angebot erweitern. In Planung ist ein Wohn- und Dienstleistungszentrum in Dülken mit einer Tagespflege, Betreutem Wohnen und einem Büro für Pflegeberatung sowie evtl. Schuldner- und Insolvenzberatung.

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