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Mitgliederversammlung des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen

290 Freiwillige sorgen für großen Mehrwert

(27.05.2011) Sie geben Zuwanderern Deutschunterricht, gehen mit Gästen der Tagespflege spazieren, übernehmen Patenschaften für Familien, basteln mit Kindern, gestalten Wortgottesdienste mit oder kochen in Senioreneinrichtungen mit Bewohnern: Das Engagement ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat im Caritasverband für die Region Kempen-Viersen viele Facetten. Dies berichtete Michaela Lichy, Leiterin des Bereichs „Caritas in Gemeinden“, jetzt während der Mitgliederversammlung des Verbandes im Haus der Caritas in Viersen.

EhrenamtlicheEin Beispiel von vielen im Caritasverband für die Region Kempen-Viersen: Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen engagieren sich im Altenheim St. Michael für die Bewohnerinnen und Bewohner.

„Das freiwillige Engagement ist die Wurzel unserer heutigen Arbeit. Vor 50 Jahren war dies noch ein rein ehrenamtlicher Verband“, sagte Michaela Lichy. Neben den inzwischen etwa 560 hauptamtlich Beschäftigten arbeiten 290 Frauen und Männer in den verschiedenen Einrichtungen des Caritasverbandes ehrenamtlich mit. Sie leisten rund 2.122 Stunden pro Monat. Damit trägt freiwilliges Engagement 256.677 Euro im Jahr zur Arbeit des Caritasverbandes bei, wenn man den Mindest-Stundensatz für geringfügig Beschäftigte außerhalb der Pflege zu Grunde legt. Lichy: „Das ist über eine Viertelmillion Euro an Mehrwert für unsere Arbeit. Dieser Umfang hat uns alle sehr überrascht.“ Nicht in diesen Zahlen enthalten ist übrigens das ehrenamtliche Engagement der pfarrlichen Caritas in der Region. Hier sind rund 1.200 Freiwillige in Kleiderkammern, Besuchsdiensten, bei Seniorennachmittagen oder der Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen aktiv.

Auch der Vorstand des Caritasverbandes besteht neben dem hauptamtlichen Geschäftsführer Peter Babinetz aus ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie erhielten von der Mitgliederversammlung den Auftrag, einen Entwurf für eine neue Satzung zu erarbeiten. Er wird sich an einer neuen Rahmensatzung orientieren, die der Caritasverband für das Bistum Aachen bald für die regionalen Caritasverbände offiziell vorlegen wird. Darin ist beispielsweise vorgesehen, dass anstelle der Mitglieder- demnächst eine Vertreterversammlung eingeführt wird.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass der Caritasrat mit bisher 21 stimmberechtigten Mitgliedern verkleinert werden und mehr Aufsichtsfunktion ausüben soll. Neu bestimmt werden sollen im Zuge der Satzungsreform auch die Koordinationsaufgaben des regionalen Caritasverbandes für die katholischen Einrichtungen in der Region. Die aktuelle Satzung des regionalen Caritasverbandes wurde vor 16 Jahren verabschiedet. „Mit der Neufassung soll in Zukunft besser Caritasarbeit in der Region gestaltet werden“, sagte Geschäftsführer Babinetz während der Mitgliederversammlung. Die neue Satzung soll nun unter Federführung des Vorstandes in einem „komplexen Reflexionsprozess“ gemeinsam mit den Mitgliedern des Caritasrates und Fachleuten des Verbandes erarbeitet werden.

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