Tagespflege und Betreutes Wohnen
Caritasverband baut Wohn- und Dienstleistungszentrum in Dülken
(23.01.2012) In Dülken entsteht ein Wohn- und Dienstleistungszentrum für ältere Menschen. Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen errichtet neben dem Bürgerhaus ein Gebäude mit einer Tagespflege für Senioren, sechs barrierefreien Mietwohnungen und einem Beratungsbüro.
Die Pläne des regionalen Caritasverbandes für das Wohn- und Dienstleistungszentrum in Dülken stellten die 1. Vorsitzende Dr. Ingeborg Odenthal, Geschäftsführer Peter Babinetz (links) und Architekt Gregor Dewey vor.Derzeit befindet sich auf dem Grundstück an der Gasstraße / Ecke Mühlenweg ein leer stehendes Gebäude, in dem früher die Geschäftsstelle der AOK untergebracht war. „Dieses Haus wird abgerissen und durch einen dreigeschossigen Neubau mit Flachdach ersetzt“, erläutert Peter Babinetz, Geschäftsführer des regionalen Caritasverbandes. Die Abrissarbeiten werden Ende Februar/Anfang März beginnen, in einem Jahr soll das neue Haus mit einer Nutzfläche von 828 Quadratmetern fertig sein.
Einen wesentlichen Teil des künftigen Wohn- und Dienstleistungszentrums bildet eine Tagespflege. Hier werden pflegebedürftige Senioren tagsüber in der Gemeinschaft mit anderen älteren Menschen fachkundig betreut. Die Abende und Nächte verbringen sie jeweils zu Hause. Peter Babinetz: „Das Angebot richtet sich insbesondere an demenziell veränderte Menschen. Es ergänzt die Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst und trägt dazu bei, die Angehörigen zu entlasten.“
Die Tagespflege im Wohn- und Dienstleistungszentrum des regionalen Caritasverbandes umfasst 14 Plätze. Sie wird im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht sein. Auf insgesamt rund 264 Quadratmetern erstrecken sich großzügige Wohn- und Essbereiche, ein Gruppen- und Therapieraum, ein Ruheraum sowie ein Pflegebad, behindertengerechte Toiletten und ein Büro. Außerdem verfügt die Tagespflege des Caritasverbandes über eine Terrasse und eine geschützte Gartenanlage im Innenhof des Gebäudes.
In den beiden oberen Stockwerken des Hauses werden insgesamt sechs barrierefreie Mietwohnungen mit Betreuung eingerichtet. Sie werden zwischen 54 und rund 71 Quadratmeter groß sein und zwei bzw. drei Zimmer haben. Jede Wohnung erhält eine eigene Loggia. Die Mieter können einen Gemeinschaftsraum nutzen, in dem sich auch Gruppen des Caritasverbandes treffen können, beispielsweise ein Gesprächskreis für pflegende Angehörige. Das gesamte Gebäude wird über einen Aufzug erschlossen.
Die barrierefreien Wohnungen werden im Rahmen des Service-Wohnens vermietet. Die Senioren leben in ihrer Wohnung und gestalten ihr Leben selbständig. Eine Betreuungskraft des Caritasverbandes hilft ihnen bei Problemen, die sie allein nicht mehr lösen können, beispielsweise bei Behördenangelegenheiten. Zu diesen Grundleistungen können weitere Angebote als Wahlleistungen in Anspruch genommen werden.
Das Angebot im künftigen Wohn- und Dienstleistungszentrum des Caritasverbandes wird abgerundet durch ein Servicebüro, das verschiedene Dienste des regionalen Caritasverbandes als Beratungsstelle nutzen können. Dazu gehören beispielsweise die Schuldner- und Insolvenzberatung, die Pflegeberatung und die Familienpflege.
Das vom Viersener Architekturbüro Dewey und Blohm-Schröder entworfene Gebäude wird auch städtebaulich einen Akzent für Dülken setzen. „Durch den vorgesehenen kleinen Bushof an der Melcherstiege ist eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gewährleistet“, erklärt Architekt Gregor Dewey. Beim Bau des Wohn- und Dienstleistungszentrums arbeitet der Caritasverband erneut mit dem Projektsteuerer TEAM Baumanagement aus Köln zusammen, der bereits die Errichtung des Hauses der Caritas in Viersen begleitet hat. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,4 Millionen Euro.


