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„Familie schaffen wir nur gemeinsam“

Pfarrgemeinden feiern am Wochenende den Caritassonntag

(18.09.2013) Zahlreiche Pfarrgemeinden in der Region feiern am kommenden Wochenende, 22. September, den Caritassonntag. Das diesjährige Motto lautet: „Familie schaffen wir nur gemeinsam.“

„Familien stehen heute unter besonderem Druck“, sagt Dr. Ingeborg Odenthal, 1. Vorsitzende des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen. Angesichts der zunehmenden beruflichen Belastungen klagten viele Familien darüber, dass sie zu wenig Zeit für sich hätten. Manche Familien seien von Schicksalsschlägen, wie Arbeitslosigkeit oder Krankheit, betroffen.

Odenthal verweist darauf, dass mehr als drei Viertel der Jugendlichen glaubt, man brauche eine Familie, um glücklich leben zu können. Trotz hoher Scheidungsraten sei Familie also kein Auslaufmodell. Aber, so die Vorsitzende: „Familie heute ist mehr als Vater, Mutter, Kind. Familienformen ändern sich, Eltern trennen sich, Großeltern und Verwandte wohnen oft weiter weg, Freunde und Bekannte treten an ihre Stelle.“ Die Frage sei: Wie kann das gut gestaltet werden?

Der regionale Caritasverband habe vielfältige Unterstützungsangebote für Familien geschaffen, erläutert Peter Babinetz, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen. Er nennt beispielsweise die Integrativen Familienzentren in Dülken und Süchteln, in denen Kinder mit und ohne Behinderung betreut werden und Familien zahlreiche Angebote zur Beratung, Bildung und Freizeitgestaltung finden. Auch das Begegnungszentrum KRUMM in Willich, die vom Caritasverband geleistete Koordinationsarbeit für die sechs Willicher Familienzentren, mehrere Gemeinwesenprojekte und die Schuldner- und Insolvenzberatung trügen dazu bei, die Lebenssituation von Familien zu verbessern.

Für die Generation der über 50-Jährigen sei die Pflege der eigenen Eltern eine Herausforderung, sagt der Geschäftsführer. Sie könnten dabei auf Unterstützung durch die Caritas zählen: „Die Caritas-Pflegestationen, Tagespflegen und der Ambulante Palliativpflegerische Dienst stellen nicht nur sicher, dass pflegebedürftige Menschen gut versorgt werden. Sie helfen damit gleichzeitig auch, die Familien zu stärken und die Angehörigen zu entlasten“, so Babinetz.

Das Motto des Caritassonntags: „Familie schaffen wir nur gemeinsam“ betreffe jedoch nicht nur professionelle Hilfsangebote. In den Pfarrgemeinden der Region kümmerten sich viele hundert Frauen und Männer ehrenamtlich darum, Familien zu unterstützen. „Dieses wertvolle freiwillige Engagement findet oft im Verborgenen statt und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, betont Peter Babinetz.

Familien benötigten die Solidarität der gesamten Gesellschaft, fügt Dr. Odenthal hinzu. „Wir brauchen eine hohe Wertschätzung für die Arbeit, die in der Familie geleistet wird, von der Haushaltsarbeit über die Erziehung und Pflege bis hin zur Bildungsarbeit.“ Das meine sie ideell und finanziell. Wer Kinder erziehe oder seine Eltern pflege, müsse so abgesichert werden, dass er kein existenzielles Armutsrisiko eingehe. Auch darauf weise der Caritassonntag am kommenden Wochenende hin.