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Reibekuchen für den Bischof

Karl Borsch besuchte die Caritas-Tagespflege in Nettetal

(27.02.2014) Der prominente Gast war beeindruckt: „Ich bin froh, dass es diese Einrichtung gibt“, sagte Weihbischof Karl Borsch, als er jetzt die Tagespflege Nettetal des Caritasverbandes besuchte. „Hier werden die alten Menschen gefördert und gefordert“, fügte der Geistliche hinzu.

Weihbischof Karl Borsch besuchte die Caritas-Tagespflege NettetalViel Zeit fürs Gespräch nahm sich Weihbischof Karl Borsch bei seinem Besuch in der Tagespflege Nettetal des Caritasverbandes (v.l.): Vorsitzende Dr. Ingeborg Odenthal, Gast Alfred Helbig, Christian Schaumburg (ehemaliger Praktikant), Karl Borsch, Einrichtungsleiterin Petra Beck und weitere Gäste der Tagespflege.Gespannt erwarteten zwölf Gäste der Tagespflege den Gast aus Aachen. „Für uns ist es eine Ehre, dass Sie uns heute besuchen“, erklärte Alfred Helbig, der zweimal pro Woche in die Breyeller Tagespflege kommt. Zuvor hatten Dr. Ingeborg Odenthal, 1. Vorsitzende des regionalen Caritasverbandes, Bereichsleiterin Beate Caelers und Einrichtungsleiterin Petra Beck den Weihbischof willkommen geheißen.

In einer Gesprächsrunde setzte sich Karl Borsch mit Fragen der alten Menschen auseinander. „Was macht die Kirche mit dem ganzen Geld?“, wollte etwa ein Senior wissen. Die beiden großen christlichen Kirchen seien der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland, antwortete der Weihbischof. „Viel Geld aus der Kirchensteuer fließt in den sozialen Bereich, damit übernimmt die Kirche zahlreiche Aufgaben, die eigentlich Sache des Staates wären“, sagte er.

Petra Beck stellt dem aus Kempen-St. Hubert stammenden Geistlichen die Tagespflege vor. „Wir sind gut vernetzt mit anderen Angeboten, wie etwa den Caritas-Pflegestationen. So tragen wir dazu bei, dass alte Menschen so lange wie möglich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung bleiben können“, erläuterte sie. Dadurch würden auch die Angehörigen entlastet. In der Tagespflege kümmern sich sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Gäste, darunter seit kurzem erstmals auch ein Auszubildender zum Altenpfleger.

Sehr interessiert hörten die Senioren zu, als Karl Borsch ihnen seine Insignien erklärte, darunter sein lilafarbenes Gewand mit 33 Knöpfen („weil Jesus 33 Jahre alt geworden ist“), die Mitra, seinen aus schwarzem Holz gefertigten Bischofsstab mit silbernen Verzierungen und eine Kette mit Kreuz. Eine besondere Geschichte hat der Ring des 54-Jährigen: Er wurde aus den beiden goldenen Eheringen seiner Eltern gefertigt. Borsch erzählte den Gästen der Caritas-Tagespflege, dass er zunächst Jura studiert habe und 1992 zum Priester geweiht worden sei. „Ich hab’ den schönsten Beruf der Welt“, betonte er.

Mit einem gemeinsamen Mittagessen klang der Besuch aus. Dazu hatte sich die Tagespflege etwas Besonderes einfallen lassen: Pastor Günter Puts von der Pfarre St. Lambertus backte Reibekuchen für alle. Sie schmeckten nicht nur den Senioren, sondern auch dem Weihbischof hervorragend.