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Lebensqualität für Senioren

Kempener Caritas-Tagespflege besteht seit 20 Jahren

(28.10.2014) Seit 20 Jahren besteht die Tagespflege des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen im Kempener Haus Wiesengrund. Die Einrichtung trägt dazu bei, dass ältere Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

20 Jahre Caritas-Tagespflege KempenSie feierten mit den Senioren und geladenen Gästen das 20-jährige Bestehen der Tagespflege des Caritasverbandes in Kempen (hinten von links): Harald Jansen (Vorsitzender des Caritasrates), Bürgermeister Volker Rübo, Bereichsleiterin Beate Caelers, Tagespflege-Leiterin Ursula Delschen, Karin Jochum (Caritasrat), 1. Vorsitzende Dr. Ingeborg Odenthal und Geschäftsführer Peter Babinetz.Bürgermeister Volker Rübo bezeichnete die Tagespflege bei der Jubiläumsfeier als „ganz, ganz wichtige Einrichtung für die Stadt Kempen“. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig ein solches Angebot ist. Als sein Schwiegervater in Kleve vor einigen Jahren an Demenz erkrankte, gab ihn die Familie in die Obhut einer Tagespflege: „Das tat ihm gut und entlastete seine Frau und die Töchter. Er konnte trotz der schweren Krankheit zu Hause leben und seinen geliebten Garten genießen“, berichtete Rübo.

Genau das war auch das Ziel des Caritasverbandes, als er 1994 in Kempen eine der ersten Tagespflegen im Kreis Viersen eröffnete. Bis zu zwölf pflegebedürftige ältere Menschen werden hier tagsüber betreut. „Unsere Gäste können bei uns den Tag in Gemeinschaft verbringen. Abends, nachts und an den Wochenenden leben sie in ihren eigenen vier Wänden“, sagte die 1. Vorsitzende des Caritasverbandes, Dr. Ingeborg Odenthal. Die Abwechslung und Geselligkeit in der Tagespflege schätzt auch die 77-jährige Elsa Schneider: Sie kommt bereits seit 19 Jahren hierher. Der Tagesablauf in der Einrichtung wird bestimmt durch gemeinsame Mahlzeiten, Beschäftigungsangebote sowie Ruhe- und Erholungspausen. Das tägliche Leben konzentriert sich in einer gemütlichen Wohnküche. „Unsere Gäste machen beispielsweise Gymnastik oder feiern mit unseren Mitarbeiterinnen die Feste im Jahreskreis, sie singen, gestalten oder gehen spazieren“, erläuterte Caritas-Geschäftsführer Peter Babinetz.

Besonders eigne sich die Tagespflege für demenziell veränderte ältere Menschen. „Durch die Kontakte mit anderen Besuchern, die klare Tagesstruktur und unsere aktivierenden Beschäftigungsangebote gewinnen unsere Gäste eine ganz neue Lebensqualität“, betonte Babinetz. Das gelte auch für die Angehörigen, die wieder mehr Zeit für sich und ihre übrigen Verpflichtungen erhielten. Deshalb verstehe der Caritasverband die Tagespflege auch als „Kraftquelle“ für pflegende Angehörige – insbesondere dann, wenn sie berufstätig seien.

In den nächsten Jahren werde die Bedeutung der Einrichtung weiter zunehmen, weil mit ihrer Hilfe die Phase bis zur stationären Pflege deutlich verlängert oder eine Unterbringung in einem Altenheim sogar ganz vermieden werden könne, fügte Babinetz hinzu. Derzeit sei die Tagespflege ausgelastet.

Die „wohnliche, familiäre Atmosphäre“ in der Einrichtung hob Leiterin Ursula Delschen hervor. „Unsere Gäste sollen sich wohl fühlen und zu neuer Lebensfreude finden“, sagte sie. In den vergangenen 20 Jahren sei es dem Mitarbeiterinnen-Team gelungen, die Arbeit der Tagespflege erfolgreich zu gestalten. Wer sich für das Angebot interessiert, kann einen kostenlosen Schnuppertag in Anspruch nehmen. Kontakt: Ursula Delschen, Tel. 02152-2618.