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Rettung aus dem Kühlschrank

Caritas und Senioreninitiativen setzen auf die Notfalldose

(20.02.2019) Sie kann im Ernstfall der Lebensretter aus dem Kühlschrank sein: Die Notfalldose gibt Rettungskräften wichtige Hinweise.

Für Rettungskräfte leicht zu finden: Die Notfalldose im Kühlschrank enthält wichtige Informationen. Caritas-Vorstand Christian Schrödter (r.), Gertrud Reiners (Viersen 55plus) und Karl Ludwig Hollweck (Senioren Miteinander-Füreinander Süchteln) stellten sie jetzt vor.Für Rettungskräfte leicht zu finden: Die Notfalldose im Kühlschrank enthält wichtige Informationen. Caritas-Vorstand Christian Schrödter (r.), Gertrud Reiners (Viersen 55plus) und Karl Ludwig Hollweck (Senioren Miteinander-Füreinander Süchteln) stellten sie jetzt vor.Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen möchte dazu beitragen, dass die kleinen grün-weißen Dosen in Viersen mehr genutzt werden. Engagierte Mitstreiter hat Caritas-Gemeindesozialarbeiter Michael Dörmbach in den Senioreninitiativen Viersen 55plus und „Miteinander-Füreinander“ Süchteln sowie Dülken/Boisheim. Sie geben die Notfalldosen zum Selbstkostenpreis von 2,00 Euro an ihre Mitglieder ab.

Gerade im Notfall sind Impfpass, Medikamentenplan, Patientenverfügung sowie Informationen über Vorerkrankungen oder den Gesundheitszustand wichtige Dokumente. „Aber normalerweise ist es für Retter fast unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden“, sagt Caritas-Vorstand Christian Schrödter.

Genau hier setzt die Notfalldose an. Sie enthält auf einem Informationsblatt die wichtigen Hinweise und kommt in die Kühlschranktür – hier können Rettungskräfte sie schnell und einfach finden. Gerade für alleinstehende und/oder ältere Menschen könne das in der Stresssituation eines Notfalls oder bei Bewusstlosigkeit eine lebensrettende Maßnahme und der erste Schritt zur richtigen Diagnose und Therapie sein, erklärt Michael Dörmbach.

Allerdings sei die Notfalldose nicht nur für Ältere und Alleinstehende sinnvoll. In Notsituationen sind auch Partner und Angehörige oftmals verständlicherweise aufgeregt und könnten dann wichtige Angaben vergessen. Helfen kann die Notfalldose auch in Haushalten von Pflegebedürftigen oder wenn der Partner oder Angehörige an Demenz leide. Voraussetzung sei natürlich, dass die Daten in der Notfalldose immer aktuell gehalten werden.

Und warum soll die Notfalldose ausgerechnet im Kühlschrank aufbewahrt werden? Ganz einfach: Jeder besitzt einen Kühlschrank, der zudem leicht zu finden, gut zugänglich und täglich genutzt wird, so dass die Notfalldose bei den Bewohnern immer präsent bleibt.

Abgesehen davon enthält jede Notfalldose zwei Aufkleber. Einer davon sollte an die Innenseite der Haus- oder Wohnungstür geklebt werden, der andere an die Außenseite der Kühlschranktür. So können Retter direkt erkennen, wo wichtige Informationen zu finden sind. Der Rettungsdienst ist über die Aktion informiert worden.

Um die Notfalldosen älteren Menschen zugänglich zu machen, haben sich die Senioreninitiativen aus allen Viersener Stadtteilen zusammengetan. In Dülken etwa sind bereits rund 500 Dosen an Mitglieder von Miteinander-Füreinander verkauft worden. In Alt-Viersen werden die Notfalldosen am Mittwoch, 27. Februar, von 9.00 bis 12.00 Uhr im Haus der Caritas (Heierstraße 17, Bistro) angeboten, in Süchteln während der Öffnungszeiten des Büros im Theodor-Graver-Haus, Hindenburgstr. 7 (dienstags und freitags von 9.30 bis 12.00 Uhr).

Außerdem sind die Dosen im Viersener Haus der Caritas an der Information zu erhalten, solange der Vorrat reicht.