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Unterstützung für Trauernde

„Trauernetz Kreis Viersen“ gibt Broschüre mit Angeboten heraus

(25.03.2019) An wen können sich trauernde Menschen wenden, wenn sie Begleitung und Unterstützung benötigen? In einer neuen Broschüre gibt das „Trauernetz Kreis Viersen“ nun erstmals einen Überblick über die Angebote.

Das Trauernetz Kreis Viersen stellt seine Broschüre für Trauernde vorÜber Unterstützungsangebote für trauernde Menschen informiert eine neue Broschüre. Die im Trauernetz Kreis Viersen zusammengeschlossenen Begleiter haben sie herausgegeben.Im Trauernetz haben sich Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter zusammengeschlossen. Sie arbeiten in insgesamt zehn Organisationen und Einrichtungen, die sich für trauernde Menschen engagieren. Ihre Broschüre listet auf 20 Seiten kostenfreie Angebote auf – von Einzelbegleitungen über Gesprächskreise und Trauergruppen bis zu ökumenischen Gottesdiensten.

Unterstützung finden Betroffene auch im Trauercafé, beim regelmäßigen Trauerfrühstück oder beim Trauerwandern. „Hier werden keine hochtrabenden Gespräche geführt – man kann einfach kommen und Gemeinschaft erleben“, sagt Conny Wolff, Sprecherin des Trauernetzes. Manche Angebote finden samstags oder sonntags statt. „Viele Trauernde sagen: Gerade die Wochenende sind schwierig“, berichtet Pastoralreferent Hans-Jürgen Paulus, der Beauftragte des Bistums Aachen für Trauerpastoral in der Region.

Gut angenommen werden auch die Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche. „Kinder trauern genauso intensiv wie Erwachsene. Es ist wichtig, dass sie in der Gruppe merken, dass sie nicht alleine betroffen sind. Sie lernen voneinander, indem sie sich erzählen, wie es ihnen geht“, erläutert Trauerbegleiterin Nicole Füngerlings.

Ob Kinder oder Erwachsene: Jeder Mensch trauert auf seine Art. „Die Trauerwege sind sehr verschieden. Jeder Mensch muss seine persönlichen Antworten finden“, sagt Susanne Kiepke-Ziemes, die das Trauercafé des Caritasverbandes leitet. Patentrezepte gebe es nicht: „Trauer dauert so lange, wie sie dauert.“

Ihr Engagement für trauernde Menschen leisten die im Trauernetz zusammengeschlossenen Fachleute neben ihrem jeweiligen Hauptarbeitsfeld. „Der Bedarf ist einfach da“, sagt Gerda Kretschmann von der Hospizinitiative Kreis Viersen. Immer öfter rufen niedergelassene Ärzte bei den beteiligten Organisationen an, weil sie ihre Patienten gut betreut wissen wollen. Auch Arbeitgeber fragen um Unterstützung an, wenn ein Mitarbeiter verstorben ist.

Das Angebot des Trauernetzes soll weiter wachsen. „Wir haben noch kein Allround-Paket“, sagt Conny Wolff. Bedarf sieht die Initiative vor allem bei jungen Menschen zwischen 15 und Ende 20. „Sie haben große Not, wenn ein Elternteil, ein Freund, Bruder oder Schwester gestorben sind. Hier gibt es noch zu wenige Angebote“, erklärt Pastoralreferent Martin Alfing.

Die Broschüre ist bei den am Trauernetz beteiligten Organisationen, Einrichtungen und Kirchengemeinden kostenlos erhältlich. Sie soll auch bei Ärzten und Bestattern ausgelegt werden. Wer die Broschüre bei sich auslegen möchte, kann Exemplare erhalten.

Im Trauernetz sind bisher folgende Begleiter und Einrichtungen zusammengeschlossen: Waltraud Aengenvoort (Bodelschwingh Hospiz GmbH Haus Franz), Susanne Kiepke-Ziemes, Michael Dörmbach (beide Caritasverband für die Region Kempen-Viersen), Conny Wolff (Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Mönchengladbach und HomeCare Linker Niederrhein), Ina Terkatz, Christel Breitkreuz (Evangelische Kreuzkirche Viersen), Sabine Grotenburg (GdG Willich), Martin Alfing (Grabeskirche St. Joseph, Viersen), Ursula Hüsgens (Grabeskirche St. Anton, Schwalmtal), Britta Jartwig, Gerda Kretschmann (Hospizinitiative Kreis Viersen), Nicole Füngerlings (Malteser Hilfsdienst Grefrath-Kempen), Hans-Jürgen Paulus (St. Remigius, Viersen).