Jörg Richter, Jeanette Gniot, Eva Dregger und Philipp Haeser (v. l.) informierten bei „Mein Fest“ über das Aktionsjahr „Willich gemeinsam“. Caritas / Treffer
"Wo erleben Sie in Willich Gemeinschaft?" - "Was würden Sie einem neuen Nachbarn empfehlen?" - "Wo fühlen Sie sich in Willich besonders willkommen?" - "Welches Angebot fehlt Ihnen in Willich?" Vier Fragen, ein Ziel: Jede Bürgerin und jeder Bürger ist im Rahmen des Aktionsjahrs "Willich gemeinsam" eingeladen, sie zu beantworten und damit ein wenig dazu beizutragen, dass es in Willich keine Vereinsamung gibt. Auch am Stand des Quartiersmanagements Schiefbahn bei "Mein Fest" lagen die Fragenkarten aus.
Im Januar hat das Aktionsjahr "Willich gemeinsam" begonnen; nun war Halbzeit. Das nahmen die Schiefbahner Quartiersmanagerin Jeannette Gniot vom Caritasverband und Eva Dregger, die Seniorenbeauftragte der Stadt Willich, zum Anlass, das gemeinsame Projekt bei "Mein Fest" in Schiefbahn mit einem einladenden Stand in den Mittelpunkt zu rücken. Bunte Stühle, die aufforderten, einmal Halt zu machen und sich zu einem Plausch zu setzen oder sich Zeit zu nehmen, seine persönlichen Antworten auf die Karten zu schreiben, sich auszutauschen und Ideen einzubringen - am Stand war das alles möglich.
Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen, der als Träger hinter dem Quartiermanagement steht, wollte informieren. "2026 - Unser Aktionsjahr gegen Einsamkeit", verkündete das aufgespannte Banner ganz deutlich. "Wir haben bislang rund 350 Multiplikatoren erreicht. Vereine und Institutionen haben sich dem Thema Einsamkeitsprävention gewidmet. Wir konnten eine erste Sensibilisierung für das Thema schaffen", sagt Jeannette Gniot. Dabei konnte festgestellt werden, wie viele Angebote in Willich bereits existieren. "Nur wissen viele Bürger gar nicht, was es alles gibt. Es ist ein Angebotsdschungel", bemerkt die Quartiersmanagerin. Daher wurde eine digitale Angebotskarte erstellt, und die hing ausgedruckt mit am Stand bei "Mein Fest" aus. In die Karte können sich dabei weitere Akteure aufnehmen lassen. Darüber hinaus wird an der Vernetzung aller Akteure gearbeitet.
Gesprächspartner am Stand des Quartiersmanagements Schiefbahn waren neben Jeannette Gniot und Eva Dregger auch Philipp Haeser, Mitarbeiter im kommunalen Pflegestützpunkt der Stadt Willich und Koordinator für die Ehrenamtler der Willicher Zeitbörse, sowie Jörg Richter, ehrenamtlich Engagierter bei der Caritas. Sie informierten zudem über die Möglichkeit der Mikroförderung und unterstützten Institutionen, die sich direkt am Laptop in die Angebotslandkarte eintragen konnten. Bis zu 500 Euro können beantragt werden, wenn neue Ideen zur Einsamkeitsprävention vorhanden sind und diese umgesetzt werden sollen.
Am Stand des Freiwilligenzentrums und der Begegnungsstätte in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Kempen-Viersen kamen die Kinder nicht zu kurz. Für sie lief die Bastelaktion "Ich schenk dir einen Stern". Angelehnt an die Sterne vom Weihnachtswunschbaum des Freiwilligenzentrums konnten die kleinen "Mein Fest"-Besucher nach Herzenslust Sterne gestalten. Und dann gibt es da noch etwas Besonderes, auf das man stolz ist. "Wir sind die Erstunterzeichner der Kampagne "Aktion gegen Einsamkeit" der Bundesregierung", verrät Jeanette Gniot.