Mitglieder und Mitarbeitende des regionalen Caritasverbandes stellten sich nach dem Treffen der Arbeitsgemeinschaften Caritas zum Gruppenfoto.Caritas / Balsen
Mehr als 30 Dienste und Einrichtungen unterhält der Caritasverband in der Region Kempen-Viersen - von der Pflegestation bis zur Schuldner- und Insolvenzberatung, vom integrativen Familienzentrum bis zur Tagespflege, vom Freiwilligen-Zentrum bis zum Altenheim. Mithilfe einer interaktiven Karte stellte der Verband seine Angebote als "Orte von Kirche" kürzlich in den "Arbeitsgemeinschaften Caritas" vor.
Rund 60 Mitglieder, ehrenamtlich Engagierte und hauptamtliche Mitarbeitende trafen sich im Bistro des Paulus-Stifts im Haus der Caritas in Viersen. Nach einem gemeinsamen Frühstück erläuterten Christian Schrödter und Caritas-Bereichsleiterin Melina Friedrich, wie die Region Kempen-Viersen aufgeteilt ist: Es gibt die Pastoralen Räume Kempen-Tönisvorst, Nettetal-Grefrath, Schwalmtal/Brüggen/Niederkrüchten, Viersen und Willich. "Als Caritas sind wir für verschiedene Generationen aktiv", sagte Christian Schrödter. Das passe zum Caritas-Jahresmotto "Zusammen geht was". Melina Friedrich erklärte: "Unsere Orte von Kirche stehen nicht allein, sondern sind immer vernetzt mit weiteren Angeboten."
Wie das konkret aussieht, präsentierten die Mitarbeiterinnen Bärbel Nelke, Jeannette Gniot und Manuela Nazemi-Bogda anhand von ausgewählten Beispielen aus ihren Arbeitsbereichen. So ist etwa der "Treffpunkt Höhenstraße" bereits seit 27 Jahren für die Mieterinnen und Mieter der Wohnanlage Höhenblick in Viersen-Süchteln ein fester Bestandteil ihres Wohn- und Lebensumfeldes, wie dessen Leiterin Bärbel Nelke erläuterte. Es gibt regelmäßige Treffs sowie Aktionen, wie die Sommerolympiade oder das Kürbisfest. Regelmäßige Besuche der Kinder im Altenheim Irmgardisstift Süchteln des Caritasverbandes sowie Kooperationen mit dem integrativen Familienzentrum St. Clemens und zwei Jugendheimen zeigen, wie der Treffpunkt Höhenstraße im Ort vernetzt ist.
"Zusammen geht was" - das könnte auch das Motto der youngcaritas in der Region Kempen-Viersen sein. Jeannette Gniot berichtete über einige Aktivitäten der Caritas-Plattform für das Engagement junger Menschen. So schreiben Schülerinnen und Schüler im Rahmen der "Aktion Brieftaube" jeweils zu Ostern und zu Weihnachten an die Bewohnerinnen und Bewohner in Altenheimen. Bemerkenswert auch die Kleidertauschparty, an der im vergangenen Jahr nicht nur junge Leute teilnahmen: Die älteste Besucherin war 102 Jahre.
Schon seit mehr als zehn Jahren bestehen die Taschengeldbörsen in Willich und Viersen. Hier unterstützen Jugendliche ältere Menschen beispielsweise bei der Gartenarbeit oder beim Einkaufen. Weitere Projekte des Mehrgenerationenhauses Viersen sind etwa die "Digital-Paten", die beim Umgang mit Smartphone, Tablet und Notebook helfen, und das regelmäßig im Haus der Caritas stattfindende Vorlesecafé. "Daran können beispielsweise auch Bewohnerinnen und Bewohner des im selben Gebäude eingerichteten Paulus-Stifts teilnehmen", berichtete Gemeindesozialarbeiterin Manuela Nazemi-Bogda, die das Mehrgenerationenhaus leitet und auch die Koordinatorin der Initiative "Viersen miteinander-füreinander" ist.
Die Arbeitsgemeinschaften Caritas sind die dezentralen Mitgliederversammlungen des regionalen Caritasverbandes. In der Region Kempen-Viersen gibt es zwei Arbeitsgemeinschaften (früher drei), die an die Pastoralen Räume angepasst sind: Die eine AG erstreckt sich auf den Bereich Viersen und Schwalmtal/Brüggen/Niederkrüchten. Zum Sprecher wurde Dr. Wolfgang Meurer gewählt, seine Stellvertreterin ist Karla Dommers. Die zweite AG Caritas umfasst die Pastoralen Räume Kempen-Tönisvorst, Nettetal-Grefrath und Willich. Hier ist Margret Ungermanns die Sprecherin, sie wird vertreten von Ursula Meisel.